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Ina & JohannesCan’t stop the rock – Party auf der SteinburgWürzburg, Deutschland

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42 Grad und es wurde noch heißer. Der Sommer letztes Jahr war nichts für Pinguine. Es war so heiß, dass ich beim Wühlen im Kofferraum Pausen einlegen musste. Es war so heiß, dass ich beim Fotografieren auf dem Balkon die Türe geschlossen habe, damit ich von den Gästen im Zimmer nicht erschlagen werde. Es war sooo heiß … und den Gästen wars sch…egal. Stattdessen wurde die Steinburg gerockt wie selten zuvor.

Die Zimmer in der Steinburg sind zum Glück klimatisiert. Draußen wars damit dann aber wieder vorbei. Wenn man im Stehen und Sitzen eh schon schwitzt, kann man auch gleich rumlaufen. Macht man als Hochzeitsfotograf ja sowieso – also durchziehen. Und es gab so viele tolle Sachen auf der Hochzeit von Ina und Johannes, dass das mit der Hitze gar nicht so schlimm war. Ein supernettes Brautpaar, unglaublich herzliche Gäste und eine Band, die den Laden abgebrannt hat – Wahnsinn.

Als Ort der Trauung diente die wunderbar fotogene Martin-Luther-Kirche in Würzburg. Kein großes Brimborium, dafür eine schicke Holzdecke die jedes Bild darin zum Kracher macht. Die Steinburg: Wie gewohnt, alles erste Sahne. Ist ja fast langweilig, alles super, alles fein. Dann packt der Trauzeuge noch ne Poetry-Slam-Rede draußen am Lagerfeuer aus und ich steh da und genieß den geilsten Job der Welt. Danke!

 

Location: Steinburg, Würzburg

Brautkleid: Herzog, Nürnberg

Anzug: Ansons, Frankurt

Brautstrauß: Blattwerk, Diespeck

Meine Lieblings-Hochzeitsbilder 2015 – und ein paar persönliche Worte

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Die letzten Tage des Jahres stehen an. Auf jedem Blog oder Facebookseite werden jetzt eifrig sentimentale Jahresrückblicke gepostet – muss ich das dann auch machen? Ich habe schon revolutionär auf die üblichen Weihnachtswünsche verzichtet und das den unzähligen Email-Newslettern und (wieder) Facebookseiten überlassen.

Bei meinen Hochzeitspaaren habe ich selbstverständlich eine Ausnahme gemacht und mit meiner Freundin Julia fleißig Karten gebastelt, geschrieben und verschickt. Die Bastelei ist dann leider wegen der Post meist auf der Strecke geblieben und stattdessen landete ein großer Stapel Briefe dreimal wieder in meinem eigenen Briefkasten -> merke: Die Deutsche Post mag kein Schnick Schnack außerhalb des Briefumschlages. Ich hoffe und glaube, dass die Briefe trotzdem gerade noch pünktlich angekommen sind.
Wenn ich etwas schreibe, poste oder verschenke, dann meine ich es ernst. Deshalb verzichte ich oft auf das übliche Blabla, wenn es alle tun, da ich mich freue, wenn das, was dann rausgeht, wertgeschätzt wird und jemandem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

Am Jahreswechel kommt keiner von uns vorbei und heute kann ich mich auch mal nicht zurückhalten. Ich hatte so viele tolle Paare dieses Jahr. Es war heiß, zum Zerfließen heiß. Ich stand mit dem Brautpaar im strömenden Regen (das Brautpaar mit Schirm, ich ohne). Ich lag im Matsch, bin auf Häuserdächer geklettert und hab mich durch Dornenbüsche gekämpft. Ich hab gelacht, getanzt, viel getrunken (es war sooooo heiß) und durfte gut essen. Und viel fotografiert hab ich auch. 2015 war kein stressfreies Jahr, aber es war gut.

Warum fotografiere ich eigentlich Hochzeiten? Klar, alle sind gut gelaunt, haben Spaß sich fotografieren zu lassen und man hat als Fotograf eine unheimlich große Bandbreite zum Austoben. Portraits, Reportage, Details, Gruppenfotos, Kinder, Musiker, Essen, Ringe, etc. Das Schönste aber ist, dass man für ein oder zwei Tage Einlass in eine neue Familie bekommt. Ich freue mich immer sehr, wenn ich beim Abendessen für ein paar Minuten mitfeiern kann. Ich bekomme lustige Geschichten von den Freunden des Bräutigams erzählt, darf mir Familienbilder von den Tanten zeigen lassen und erkläre dem Onkel Hobbyfotograf, welche Objektive ich benutze.

Ich mag alle meine Brautpaare. Wenn ich beim Vorgespräch feststellen würde, „das passt nicht“, dann nehme ich die Hochzeit nicht an. Das ist noch wichtiger für das Brautpaar (wer will schon jemanden als Fotografen an seiner Hochzeit, den man eigentlich nicht ausstehen kann). Geld ist immer sekundär. Die Rechnungen müssen bezahlt werden und in Urlaub will man auch mal fahren, aber deshalb fotografiert man keine Hochzeiten.
Wenn wir frühs an die Hotelzimmertür klopfen und freudestrahlend umarmt und begrüßt werden, das ist es. Wir haben das Glück, das wir bisher eigentlich immer so empfangen werden; mal überschwänglicher, mal bodenständiger – aber wir kommen uns immer sehr willkommen vor. Nicht der bezahlte Typ, der die Fotos machen soll, sondern ein wichtiger Teil des schönsten Tages im Leben zweier Menschen. Jeder Mensch, der an der Hochzeit dabei ist, egal ob Gast oder „Dienstleister“, macht den Tag zu dem, was er ist. Das sind die Bedienungen, der DJ, die Jungs, die die Hochzeitstorte bringen, der Pfarrer und die Sängerin in der Kirche. Sucht euch nur Menschen aus, die ihr mögt und dann lasst es sie ruhig wissen – jeder freut sich über nette Worte :-)

Ich packe immer ganz viel Liebe in die Bilder und freue mich immer sehr, wenn die Bilder zum ersten Mal hier bei mir angeschaut werden, damit ich die Reaktion gleich erleben kann. Das ist viel mehr wert als Geld.
Dieses Jahr konnte ich leider nur sehr wenigen Brautpaaren ihre Bilder hier bei mir zeigen. Ich war komplett ausgebucht und konnte die Bilder oft nur per Post schicken oder zwischen Tür und Angel weitergeben. Ich bin dann immer tagelang hibbelig, bis ich eine Rückmeldung bekomme.

2015 haben wir oft schon auf der Hochzeit tolles Feedback bekommen – das macht happy. Auf mehreren Hochzeiten wurden uns beim Gehen von den Gästen noch ein paar nette Worte mitgegeben, Julia wurde ihre unermüdliche Schlepperei meiner Koffer honoriert und den schönsten Abschiedssatz hat mir eine Braut im Oktober mitgegeben, als sie sich bedankt hat, dass ich ihr frühs beim „Getting Ready“ die Aufregung genommen habe und sie so viel lockerer in den Tag starten konnte, als sie nach dem Aufstehen befürchtet hatte. *schmelz*

Jetzt hab ich genug geschnulzt. So bin ich sonst gar nicht – ich bin hart wie Stahl :-)
Ich entlasse euch jetzt aus diesem Donnerschall lauwarmer Worte mit meinen persönlichen Lieblingsbildern 2015.

Jasmin & AndreasTrauung in den WeinbergenSimmershofen, Deutschland

So langsam neigt sich die Hochzeitssaison dem Ende zu. Meine (bisher) letzte Hochzeit 2015 darf ich am 7. November fotografieren. Ab April 2016 bin ich dann jetzt schon wieder ziemlich ausgebucht. Für Mai, Juni und Juli sind nur noch insgesamt drei Samstage frei. Und die erste Anfrage für 2017 ist vor ein paar Tagen in meinem Postfach gelandet.

Die Tage werden wieder kürzer und für mich beginnt dann die Zeit, die diesjährige „Saison“ Revue passieren zu lassen. Ich habe noch einige Hochzeitsbilder zu zeigen. 2015 war (und ist) einfach nur super gelaufen. Ich habe so viele tolle Paare getroffen und es gab so viele wunderschöne Erinnerungen festzuhalten.

Aber das hier soll ja kein tränenschniefender Jahresrückblick werden, sondern ich möchte euch noch eine meiner Highlights zeigen. Die Hochzeit kann ich unmöglich noch bis Winter zurückhalten.
Das hat so viele Gründe. Zum einen natürlich die tollen Bilder. Ich bin immer sehr kritisch mit mir und manchmal gefällt mir ein Bild auf dem ersten Blick, 5 Minuten später dann wieder nicht mehr. Wenn ich dann nach der kompletten Bearbeitung die Slideshow der Hochzeit fertig mache und die ersten gedruckten Bilder in Händen halte, bin ich immer glücklich, etwas stolz und schaue mir die Ergebnisse dann 1-2 Stunden an; manchmal auch noch länger.

Für das Bild ganz oben gabs auch einen der begehrten WPS-Excellence-Awards. Diesmal waren nur zwei deutsche Fotografen unter den Ausgezeichneten. Ich bin einer davon. Geld gibt’s dafür nicht, aber dem Herz tut’s gut und ein bisschen Bestätigung für die Seele ist es auch. Schaut euch gerne die sagenhaften Bilder des aktuellen Wettbewerbs hier an: http://www.weddingphotographyselect.co.uk/wedding-photography-excellence-awards-competition/17

Zurück zum Thema. Also die Hochzeit von Jasmin und Andreas:
– Ganz tolle Bilder. Ganz tolle Trauung, draußen in den Weinbergen bei Auernhofen.
– Dazu eine der schönsten Reden des Bräutigams zu seiner Braut: Männer, sagt euren Mädels, wie lieb ihr sie habt, das bringt nicht nur Bonuspunkte für die nächsten Stunden, Wochen und Jahre, sondern macht die Hochzeit für euch und eure Gäste zu etwas noch Besondererem.
– Außerdem wurden wir so liebevoll vom Brautpaar und allen Teilnehmenden aufgenommen, nicht nur fast wie Gäste, sodern als Gäste. Sowas merkt man dann eben auch auf den Bildern.
– Das war unsere kleinste Ganztagesreportage bis dato mit nur ca. 25 Gästen. Dass es für uns eine der intimsten und schönsten wurde, hätten wir vorher nicht gedacht. Und wir hatten so tolle Hochzeiten die letzten Monate und Jahre.
– Ein unfassbar cooler Trauzeuge, dessen richtigen Namen ich mir einfach nicht merken konnte :-)
– Achja, dass der Brandstetter die leckerste Hochzeitstorte ever abliefert, hätte ich auch nicht gedacht. Schaut euch die Bilder an und bestellt euch die Torte, wenn ihr auf Beeren steht.

Die Feier fand dann im Winzerhof Stahl in Simmershofen statt. Im kleinen Nebengebäude, ganz kuschelig in der Stube und chillig mit Wintergarten. Für größere Hochzeitsgesellschaften nicht geeignet, aber für 25 Leute perfekt.